Neuerscheinungen:

Aus der Reihe "Das Kärntner Landesarchiv"

Band 9: Wilhelm Wadl, Geschichte der Juden in Kärnten im Mittelalter. Mit einem Ausblick bis zum Jahre 1867, 254 Seiten (3. unveränderte Auflage, 2009), ISBN 978-3-900531-76-8.

Die auf Grund reichen Quellenmaterials erarbeitete Darstellung erschöpft dieses Thema in seinen wirtschaftlichen, sozialen, rechtlichen und genealogischen Bezügen. Die Bedeutung der Juden für die mittelalterliche Wirtschaft verringerte sich erst im 15. Jahrhundert durch neue Wege der Kapitalbeschaffung, so daß die Stände 1496 beim Landesfürsten ihre Ausweisung durchsetzen konnten.

€ 15,00

Band 36: Franz Franzisci: Kulturstudien über Volksleben, Sitten und Bräuche in Kärnten. Herausgegeben und kommentiert von Günther Biermann

Klagenfurt 2009, 176 Seiten, 34 Farbabbildungen,
ISBN 978-1-900531-74-4

Franz Franzisci (1825-1920) gilt als Begründer der Kärntner Volkskunde. Viele seiner klassischen Brauchbeschreibungen entführen den Leser in eine längst untergegangene bäuerliche Dorfwelt. Ein Schwerpunkt des Buches liegt auf der Beschreibung der Volksbräuche des Gailtales, wo Franzisci 50 Jahre als Pfarrer und Dechant in Grafendorf wirkte.

Mit seinen fachkundigen Kommentaren zeigt Günther Biermann, dass Brauchhandlungen einem beständigen Wandel unterliegen.

Verkaufspreis:
€ 18,00


Walter Watzinger: Villacher Zeitbilder aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts.

Verlag des Kärntner Landesarchivs,
Klagenfurt 2009, 192 Seiten, 89 Abbildungen,
ISBN 978-3-900531-73-7

In einer gekonnt gruppierten Abfolge von Anekdoten und Miniaturen schildert Walter Watzinger den Villacher Alltag der dreißiger Jahre, als er in der Widmanngasse im Hause der Großeltern eine glückliche Kindheit verbrachte. Längst untergegangene Gewerbebetriebe, städtische Originale und fahrendes Volk werden durch ihn höchst anschaulich beschrieben. Mit einem wachen Sinn für die sozialen Unterschiede berichtet er aus der Perspektive des Kindes von den Alltagsnöten der kleinen Leute, aber auch von den sich ständig verschärfenden politischen Konflikten.
Die berufliche Benachteiligung seines Vaters nach der NS-Machtergreifung und der dadurch erzwungene Abbruch der eigenen Gymnasiallaufbahn haben verhindert, dass Watzinger - wie viele seiner Zeitgenossen - der Faszination des Nationalsozialismus erlegen ist. Daher schildert er den Weg vom Anschlussjubel zum Kriegsalltag mit einer durchaus kritischen Distanz. Die hohlen Phrasen der HJ-Führer stoßen ihn ab, gegen ihre brutal zur Schau gestellte Macht möchte er sich empören, aber er muss sich anpassen, um die ersehnte Aufnahme in die Lehrerbildungsanstalt zu erreichen, muss alle Stationen körperlicher Aufrüstung und ideologischer Indoktrinierung durchlaufen, die für männliche Jugendliche in der NS-Diktatur vorgeschrieben sind (HJ-Lager, Wehrertüchtigungslager, Reichsarbeitsdient).
Über weite Strecken verlässt sich Watzinger nicht auf die trügerische eigene Erinnerung, sondern stützt sich auf zeitgleich geführte Tagebuchaufzeichnungen und schriftliche Quellen. Alles, worüber er berichtet, wird von ihm sowohl zeitlich als auch örtlich genau fixiert und ist daher in seiner Faktizität stimmig und problemlos überprüfbar. Dies unterscheidet ihn markant von der diffusen Beliebigkeit und Banalität vieler sogenannter Zeitzeugenberichte.


Verkaufspreis:
€ 18,00


August Walzl, Die Juden in Kärnten und das Dritte Reich, 2., erweiterte Auflage

Klagenfurt 2009, 400 Seiten, 46 Abbildungen,
ISBN 978-3-900531-72-0

August Walzls 1987 erschienenes Standardwerk war schon seit vielen Jahren nicht mehr käuflich erwerbbar. Seine umfassende Bearbeitung eines wichtigen Themas der Kärntner Zeitgeschichte liegt nunmehr in einer zweiten, erweiterten und reich illustrierten Auflage im Verlag des Kärntner Landesarchivs vor.
Walzl entwirft unter Auswertung umfangreicher Quellenbestände aber auch durch persönliche Gespräche mit zahlreichen, in alle Welt zerstreuten Überlebenden des Holocaust ein anschauliches Bild jüdischen Lebens in Kärnten von der Wiederansiedlung im 19. Jahrhundert über die Bemühungen zur Gründung einer eigenen Kultusgemeinde bis zu deren Auslöschung in der NS-Diktatur. Er beschreibt an vielen Familienschiksalen aber auch den wirtschaftlichen und sozialen Hintergrund sowie das Verhältnis zur nicht jüdischen Umgebung.


Verkaufspreis:
€ 27,00


Afritz am See. Natur – Geschichte – Gegenwart.

Heimatbuch, hrsg. v. Wilhelm Wadl und Thomas Zeloth, mit Beiträgen von Günther Biermann, Wilhelm Deuer, Joachim Eichert, Barbara Felsner, Christine Tropper, Wilhelm Wadl, Evelyne Webernig und Thomas Zeloth,

Klagenfurt 2008, 184 Seiten, 187 Farbabbildungen, ISBN 978-3-900531-71-3

Nach einer kurzen Einführung in den Naturraum des Gegendtales wird die Geschichte der Gemeinde von den Anfängen der Besiedelung herauf bis in die Gegenwart umfassend beschrieben. Die zentrale Rolle der Grundherrschaft Afritz wird ebenso behandelt wie die lokale Kirchengeschichte in ihren beiden konfessionellen Ausformungen und die Schulgeschichte. Im Zentrum der Darstellung steht die politische, soziale und wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde Afritz am See von 1850 bis zur Gegenwart. Altbäuerliches Wohnen und Wirtschaften werden ausführlich geschildert, aber auch die Entwicklung der Tracht, das lokale Brauchtum, frühere Ernährungsgewohnheiten und Volkserzählungen. Alle bemerkenswerten Bau- und Kunstdenkmäler werden fachkundig und reich illustriert erläutert. Die Vereine der Gemeinde – sowohl frühere als auch alle heute bestehenden – werden in ihrer Funktion als wichtige Kulturträger vorgestellt. Alle Mitarbeiter am Buch, ausgewiesene Fachleute verschiedenster kulturwissenschaftlicher Disziplinen, haben sich bemüht, ihre Beiträge populärwissenschaftlich im besten Sinne zu formulieren. Damit liegt nicht nur ein interessantes Nachschlagewerk vor, sondern ein Buch mit zahlreichen spannenden Geschichten aus allen Lebensbereichen und Zeitepochen.

Verkaufspreis:
€ 27,00

Cäcilia Smole, Neuhaus.
Geschichte und Gegenwart.
Ein Gemeindebuch für alle. Mit Beiträgen von Wilhelm Deuer und Thomas Zeloth.


255 Seiten, 220 Abbildungen, Verlag des Kärntner Landesarchivs,
ISBN 978-3-900-531-69-0

Die Gemeinde Neuhaus begeht im Jahre 2008 ihr Jubiläum „50 Jahre Gemeinde“. Aus diesem Anlass hat das Kärntner Landesarchiv ausführlich die Geschichte dieser Südkärntner Gemeinde seit den ersten Siedlungsspuren bis in die Jetztzeit dokumentiert. Geschichte und Zeitgeschichte werden durch die naturräumliche, kulturelle, wirtschaftliche und soziale Perspektive ergänzt. Breiten Raum erhielten das Vereinsleben und die kulturellen Initiativen in der Gemeinde. Alle Kapitel sind mit Zusammenfassungen in slowenischer Sprache versehen.

Verkaufspreis:
€ 25,00

Josef und Ilse Grascher
Die Teuchl in der Kreuzeckgruppe in Kärnten.


298 Seiten, 248 Farbabbildungen, 212 Karten, Diagramme und Tabellen, Klagenfurt 2008, Verlag des Kärntner Landesarchivs,
ISBN 978-3-900-531-70-6

Nach jahrelangen Recherchen in Archiven und intensiver Feldforschung im Gelände behandeln die beiden Autoren die Besiedelungsgeschichte des Teuchltales in allen Details, gehen auf die Geschichte aller Anwesen ein und beschreiben die Lebensumstände der sie bewirtschaftenden Familien. Jahrhundertelang haben die Teuchler mit enormem Fleiß ihre extrem steilen und kleinteiligen Kulturflächen bearbeitet und ihnen eine karge Lebensgrundlage abgerungen. Unter Auswertung verschiedener Altersstufen des Katasters wird die Entwicklung der bergbäuerlichen Kulturlandschaft des Teuchltales im 19. und 20. Jahrhundert bis auf die Ebene jeder einzelnen Parzelle verfolgt. Der Bergbau als wichtige Lebensgrundlage früherer Zeiten wird ebenso beschrieben wie die Lebensschicksale einiger berühmter Teuchler. Berichte aus der Schulchronik und alte Reiseschilderungen über die Teuchl vermitteln ein lebendiges Bild früherer Lebensverhältnisse in dieser extremen Bergregion. Für alle in der Teuchl lebenden bzw. aus der Teuchl stammenden Menschen enthält dieses Buch eine Fülle an Informationen zur Geschichte und zu den Lebensverhältnissen ihre Vorfahren. Darüber hinaus handelt es sich um eine exemplarische historisch-geographische Studie über eine Kleinregion.

Verkaufspreis:
€ 33,00

Johann Stermetz / Hans Witek / Thomas Zeloth
Nach_Spielzeit.

Geschichte des Fußballs in Kärnten 1893 bis 2007. Begleitband zur Ausstellung im Landesarchiv,
152 Seiten, 168 Abbildungen,
ISBN 978-3-900-531-68-3

Der Begleitband zur Ausstellung im Kärntner Landesarchiv spannt einen zeitlichen Bogen von 1893 bis zum Jahre 2007. Dabei steht zwar die sportliche Dimension des Kärntner Fußballs im Vordergrund, indem die Vereine, Mannschaften, Stars und Idole in Erinnerung gerufen werden. Es soll aber auch das Phänomen Fußball in Kärnten im sozialen, politischen und kulturellen Rahmen dargestellt werden. Das Buch versteht sich nicht nur als eine Chronologie der Ereignisse, sondern bezieht mit dem Sportstättenbau und der Darstellung der Entwicklung des Zuschauerinteresses wichtige Komponenten der „Umwelt“ des Kärntner Fußballs mit ein. An die Geschichte schließt sich eine Darstellung in Bildern und eine reichhaltige Auswahlbibliografie über den Kärntner Fußball an.

Verkaufspreis:
€ 9,00